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Bayerische Stiftung Hospiz

Pressemeldung

10. Juni 2004

Bayerische Stiftung Hospiz begrüßt die Empfehlungen der Arbeitsgruppe "Patientenautonomie am Lebensende" und fordert ihre Umsetzung

"Ich freue mich sehr, dass auch die Arbeitsgruppe 'Patientenautonomie am Lebensende' – ebenso wie zuletzt der Europarat – der aktiven Sterbehilfe eine klare Absage erteilt hat. Die Gefahren für eine Gesellschaft, die aktive Sterbehilfe zuließe, wären viel zu groß. Das Leben würde zur Verfügungsmasse, die Hemmschwelle zum Töten abgesenkt", erklärte Dr. Thomas Binsack von der Bayerischen Stiftung Hospiz zu den heute vorgestellten Ergebnissen der Arbeitsgruppe.

Die Bayerische Stiftung Hospiz unterstütze voll die Anerkennung und Stärkung des Patientenwillens entsprechend der Empfehlungen der Arbeitsgruppe. "Durch einheitliche und klare Vorgaben zur Patientenverfügung werden bestehende Unsicherheiten, die immer wieder zu Rechtsstreitigkeiten geführt haben, vermieden." so Dr. Binsack. "Es ist unabdingbar, dass Betreuer und Vormundschaftsgericht an den Willen des Patienten gebunden sind. Denn eine Lebensverlängerung um jeden Preis kann nicht das erstrebenswerte ethische Ziel sein. Zum Leben gehört untrennbar der Tod. Das muss wieder mehr akzeptiert werden. Alles andere ist ein nicht vertretbarer Illusionismus einer Gesellschaft, die den Tod aus dem Leben verdrängt hat."

Die Bayerische Stiftung Hospiz fordert die Bundesregierung auf, die Empfehlungen der Arbeitsgruppe baldmöglichst umzusetzen. Dabei müsse die bestehende Rechtslage nicht geändert, sondern die bisherigen Unklarheiten nur beseitigt werden. Dr. Binsack: "Auch der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 17. März 2003 die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen und damit den Patientenwillen gestärkt, genauso wie es die überarbeiteten Grundsätze der Bundesärztekammer zur Sterbebegleitung getan haben. Die Menschen sollten sich deshalb frühzeitig darüber Gedanken machen, wie sie ihren letzten Weg gehen möchten und diese grundsätzlichen Überlegungen zu Leben und Sterben und die eigenen Wertvorstellungen in Form einer Patientenverfügung niederlegen."

Die Bayerische Stiftung Hospiz ist aus der bayerischen Hospizbewegung heraus entstanden und setzt ihre Mittel ganz konkret dafür ein, die Begleitung Sterbender, sowie die palliativmedizinische und palliativpflegerische Versorgung zu verbessern; Schirmherrin der Stiftung ist Bayerns Sozialministerin Christa Stewens.

Arbeitsgruppe "Patientenautonomie am Lebensende" übergibt Abschlussbericht


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