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Die ambulante Hospizarbeit

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Die Hospiz-Idee ist ein ganzheitlicher Ansatz; das bedeutet: Der Patient mit seinen Wünschen und Bedürfnissen gibt den einzuschlagenden Weg vor, gleichzeitig werden auch seine Angehörigen und Freunde in seine Überlegungen miteinbezogen. Auch sie tragen Entscheidungen mit, ihre Gefühle und ihr psychisches Leistungsvermögen, ihre Grenzen müssen berücksichtigt werden. Eine Hospizbegleitung bedeutet häufig nicht, im Vordergrund zu agieren, sondern es sind die kleinen Dinge, die wichtig sind: Verläßlichkeit, das Aushalten von schweren Situationen, das Zuhören und das Dableiben. Der Helfer geht dabei nicht voraus, sondern er geht mit, unter Umständen auch in der Zeit "danach", der Trauerzeit.

1985 wurde in Deutschland der Christophorus Hospiz Verein gegründet, dessen Arbeitsschwerpunkt seit vielen Jahren das Ambulante Hospiz ist.

Ambulante Hospizbetreuung

Im ambulanten Bereich der Hospizbetreuung, d.h. in der Betreuung innerhalb des häuslichen Bereiches gibt es aber Grenzen ehrenamtlicher Arbeit. Vor allem Patienten, deren Erkrankung mit starken Schmerzen verbunden ist, werden immer wieder in ein Krankenhaus überwiesen, weil der Hausarzt und eine eventuell mitbeteiligte Pflegeeinrichtung (Sozialstation, private Pflegedienste) palliativmedizinisch und pflegerisch eine entsprechende Versorgung für undurchführbar halten.

Wir informierten uns deshalb insbesondere in England, wo die häusliche Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen schon seit 60 Jahren durchgeführt wird. Die dort gemachten Erfahrungen wurden mit den vorhandenen deutschen Versorgungsstrukturen im ambulanten Pflegebereich verknüpft und eine "palliative care" – Betreuung initiiert. Hospizschwestern übernehmen keine Grund- und Behandlungspflege, sondern beraten und begleiten die mit dem Hausarzt entwickelte Schmerztherapie bei regelmäßigen Patientenbesuchen, übernehmen die Symptomkontrolle und sprechen unterstützende Maßnahmen und zusätzliche therapeutische Interventionen, wie z.B. Atemtherapie, mit dem Patienten und seinen Angehörigen ab, klären Fragen zu Verlauf der zum Tod führenden Krankheit und sind hellhörig für die Ängste von Familie und Freunden.

Der gesamte Bereich der psychosozialen Unterstützung wird durch die Hospiz-Sozialpädagogen abgedeckt, d.h. sie kümmern sich um finanzielle Fragen ebenso wie um Maßnahmen bei einer Krisenintervention und um die Einsätze der ehrenamtlich arbeitenden Hospizhelfer sowie deren fachliche Begleitung. Durch die sorgfältig abgestimmte Zusammenarbeit von Hospiz-Schwestern und -Sozialpädagogen und dem zusätzlichen Einsatz der Hospizhelfer ist es möglich, daß ein Patient bis zuletzt daheim bleiben kann. Wenn dieses ambulante Netz nicht oder nicht mehr ausreichend geknüpft und eine Schmerztherapie nicht mehr oder noch nicht wirksam genug im häuslichen Bereich durchgeführt werden kann, ist eine Verlegung in ein stationäres Hospiz die geeignete Maßnahme der weiteren Betreuung.

Weiterbildung, ein wichtiger Bereich

Hospiz ist in erster Linie eine bestimmte Haltung. Eine Haltung, die Sterben und Tod als zum Leben gehörend akzeptiert. Deshalb ist die Säule der Aus- und Weiterbildung ein weiterer Bereich innerhalb der Hospizarbeit, sowohl für engagierte Laien als auch für Fachpersonal im sozialen, medizinisch-therapeutischen und spirituellen Bereich. Mit der Eröffnung der Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit hat der CHV hier einen weiteren wichtigen Schritt im Rahmen der Hospizidee verwirklicht.

Unterschrift Dr. Gustava Everding

Dr. med. Gustava Everding
1. Vorsitzende des
Christophorus Hospiz Vereins e.V. München


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