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Grußwort der Bayerischen Staatsministerin a. D.
für Arbeit und Sozialordnung,
Familie und Frauen
Christa Stewens

Foto: Christa StewensDer Tod gehört zum Leben, das Leiden nicht. Die Hospizbewegung hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leiden zu lindern. Sterbende soweit wie möglich von Schmerzen zu befreien, sie menschlich zu begleiten und einen Abschied in Würde möglichst zu Hause in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen, ist die Grundidee der Hospizbewegung. Rund 2000 ehrenamtliche Hospizhelferinnen und Hospizhelfer tragen in Bayern dazu bei, diese Idee umzusetzen. Sie benötigen dazu ein hohes Maß an Zuneigung, Erfahrung, Glauben, Vertrauen, Kraft und Einsatzbereitschaft.

Die Hospizbewegung ist damit eine überzeugende Antwort auf die aktuelle Diskussion über die aktive Sterbehilfe. Die Ängste vieler, insbesondere alter und chronisch kranker Menschen, die sich vor einem langen Sterbeprozess, vor Schmerzen, aber auch vor Abhängigkeit und Hilflosigkeit gegenüber ärztlichen Entscheidungen fürchten, nehme ich sehr ernst. Ich sehe eine wichtige politische Aufgabe darin, diesen Ängsten, die das Lebensende bedrohlich verfinstern, wirksam zu begegnen. In einem Klima von Angst und Ungewissheit gedeihen Forderungen nach absoluter Selbstbestimmung des Lebensendes in der Annahme, sich so schützen zu können vor einer unerwünschten Lebensverlängerung um jeden Preis. Die Auseinandersetzungen um ein Sterben in Würde dürfen aber nicht dazu führen, dass menschliches Leben als verfügbar angesehen wird. Es ist nicht so, dass Schwerkranke nicht mehr leben wollen. Sie wollen nicht mehr so leben. Der vordergründige Wunsch nach Sterbehilfe ist häufig ein Hilferuf nach mehr Zuwendung, nach Schmerzlinderung, nach Begleitung. Die Hospizhelferinnen und Helfer tragen tagtäglich dazu bei, dass Sterbende auch die letzte Phase ihres Lebens würdevoll erleben können und geben ihnen bis zum letzten Augenblick das Gefühl, wichtig zu sein.

Allen Menschen, die Sterbende begleiten, sich in der Hospizbewegung engagieren, insbesondere den ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfern, möchte ich für ihre schwere aber auch bereichernde Arbeit ganz herzlich danken.

Die Bayerische Stiftung Hospiz, ein Meilenstein der Hospizbewegung, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Hospizbewegung zu unterstützen, den Hospizgedanken zu verbreiten und die Sterbebegleitung zu verbessern. Es war mir deshalb eine Freude, die Schirmherrschaft für die Bayerische Stiftung Hospiz zu übernehmen.

Unterschrift: Christa Stewens

Christa Stewens
Schirmherrin der
Bayerischen Stiftung Hospiz


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