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Veranstaltungen 2010

Die 10. Fachtagung der Bayerischen Stiftung Hospiz widmete sich den Themen Demenz, ALS, Behinderung - Sterbegleitung in komplexen Situationen. Mit rund 130 Teilnehmern aus ganz Bayern war die Tagung erneut ausgebucht. Neben Vorträgen zum Thema Demenz und "Amyotrophe Lateralsklerose/ALS" wurden auch zahlreiche Workshops wie z.B. Musik, Aroma-, und Atemtherapie, Selbstpflege und Supervision angeboten. Weitere Themen der Workshops waren u.a. Altenheimseelsorge für schwerkranke und demente Menschen, Validation bei Demenzkranken, ethische Fragen bei Demenzkranken sowie die Frage, ob Demenzkranke anders sterben. Auch wurden Rituale im Umgang mit Demenzkranken vorgestellt. Das vollständige Programm finden Sie unter: Einladung_Fachtagung_2010

Die Enno-Wunderlich-Stiftung, eine Treuhandstiftung der Bayerischen Stiftung Hospiz, hat es sich seit nunmehr vier Jahren zur Aufgabe gemacht, das große ehrenamtliche Engagement der fränkischen Hospizhelferinnen und -helfer durch die Verleihung von Förderpreisen zu würdigen. Geehrt wurden in diesem Jahr fünf Personen, die sich in besonderer Weise in der Hospizarbeit in Franken engagieren.

Preisträger waren zwei Mitglieder des Hospizvereins Ansbach e.V., Frau Thea Holzhammer und Herr Franz Söllner. Zudem wurde der Förderpreis an zwei Mitglieder des Hospizvereins Erlangen e.V., Frau Gudrun Hacker und Frau Margret Warth überreicht. Eine weitere Preisträgerin ist die Diakonisse Erna Müller vom Hospizverein Neuendettelsau/Windsbach e.V.

Informationen über die Preisträger können Sie hier abrufen.

Foto von der Preisverleihung

v.l.n.r.:
Ministerialdirektor Friedrich Seitz, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Stiftungsratsvorsitzender Dr. Thoma Binsack, München
Gudrun Hacker, Hospizverein Erlangen
Margret Warth, Hospizverein Erlangen
Diakonisse Sr. Erna Müller, Hospizverein Neuendettelsau
Frank Söllner, Hospizverein Ansbach
Stiftungsvorstand Gabriele Göhl, Bayreuth

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Die bekannte Münchner Künstlerin Naomi Lawrence (www.naomi-lawrence.com) konzipierte dieses Jahr eine ganz besondere Ausstellung für die Bayerische Stiftung Hospiz. Die Kreissparkasse München hatte freundlicherweise die Kundenhalle für die Ausstellung zur Verfügung gestellt.
Naomi Lawrence: "Da die meisten Menschen sich ungern mit dem Thema Sterben befassen, möchte ich mich diesem Thema von einer zugänglicheren Seite nähern. Nicht Krankheit, Sterben und Verlust sollen im Mittelpunkt stehen, sondern das Weiterleben des Verstorbenen in uns und der unendliche Kreislauf des Lebens. Nach den Bildern im Eingangsbereich soll das wesentliche Element der Ausstellung eine Hasenfigur aus Keramik sein. Der Hase ist nicht nur im christlichen Glauben ein Tier, welches symbolisch für die Wiedergeburt steht."
Der Einladung zur Ausstellungseröffnung am 20.9. folgten über 200 Gäste. Nach Grußworten von Walter Fichtel, Direktor und Vorstandsmitglied der Kreissparkasse München/Starnberg; Marie Hesse, Vorstand der Bayerischen Stiftung Hospiz; Henriette Gräfin zu Castell, Mitglied des Stiftungsrats der Bayerischen Stiftung Hospiz, Dr. med. Birgit Vyhnalek, Klinikum Großhadern, Universität München; Michael Lohner, Geschäftsführer der SWW München, stellte der Moderator (Radio Charivari) die anwesenden Prominenten vor, die für die Ausstellungseröffnung einen Hasen gestaltet hatten: Ilona Grübel, Verena Buratti, Sabine Bohlmann, Paulina Rümmelein, Carin C. Tietze, Timothy Peach, Ecco Meineke, Sylvia Schirmer, Rena und Rene Dumont. Auch die beiden Stiftungsratsmitglieder Henriette Gräfin zu Castell wie auch Wilfried Mück, die SWW sowie Birgit Vyhnalek hatten einen gestalteten Hasen mitgebracht. In den von dem Moderator durchgeführten Interviews erfuhren die Teilnehmer der Veranstaltung, warum sich der eine oder andere Prominente für die Bayerische Stiftung Hospiz engagiert.
Nach dem offiziellen Teil des Abends konnten sich die vielen interessierten Gäste mit Getränken und Häppchen vom Buffet stärken. Wir danken der Kreissparkasse München/Starnberg, der SWW sowie dem Bestattungsinstitut Karl Albert Denk für die Unterstützung der Veranstaltung.

Wer noch einen Hasen erwerben möchte, kann sich an Naomi Lawrence wenden.
Der Erlös kommt der Bayerischen Stiftung Hospiz zu Gute.

Spots und Mitschnitt: © Radio Charivari

Klicken Sie auf die Bilder um sie vergrößert anzuzeigen.

Bilder der Künstlerin Naomi Lawrence

Bilder der Künstlerin Naomi Lawrence

gestaltete Hasen von den anwesenden Prominenten

Gestaltete Hasen von den anwesenden Prominenten

Hasen

Hasen

Blick ins Publikum

Blick ins Publikum

Naomi Lawrence

Naomi Lawrence

Der kleine Tod

Der kleine Tod

Walter Fichtel, Direktor und Vorstandsmitglied der Kreissparkasse München/Starnberg und der 'Kleine Tod'

Walter Fichtel, Direktor und Vorstandsmitglied der Kreissparkasse München/Starnberg und der "Kleine Tod"

Dr. med. Birgit Vyhnalek, Klinikum Großhadern

Dr. med. Birgit Vyhnalek, Klinikum Großhadern

Henriette Gräfin zu Castell, Mitglied des Stiftungsrats, Bayerische Stiftung Hospiz

Henriette Gräfin zu Castell, Mitglied des Stiftungsrats, Bayerische Stiftung Hospiz

Marie Hesse, Vorstand der Bayerischen Stiftung Hospiz

Marie Hesse, Vorstand der Bayerischen Stiftung Hospiz

Michael Lohner, Geschäftsführer SWW

Michael Lohner, Geschäftsführer SWW

Carin C. Tietze, Schauspielerin

Carin C. Tietze, Schauspielerin

Sabine Bohlmann, Schauspielerin und Kinder- und Jugendbuchautorin

Sabine Bohlmann, Schauspielerin und Kinder- und Jugendbuchautorin

Rena und Rene Dumont, Schauspieler

Rena und Rene Dumont, Schauspieler

Timothy Peach, Schauspieler

Timothy Peach, Schauspieler

Ecco Meineke, Musiker, Kabarettist, Schriftsteller

Ecco Meineke, Musiker, Kabarettist, Schriftsteller

Sylvia Schirmer, Regisseurin

Sylvia Schirmer, Regisseurin

Ilona Grübel, Schauspielerin, Walter Fichtel, Direktor und Vorstandsmitglied der Kreissparkasse München, Verena Buratti, Schauspielerin

Ilona Grübel, Schauspielerin, Walter Fichtel, Direktor und Vorstandsmitglied der Kreissparkasse München, Verena Buratti, Schauspielerin

Henriette Gräfin zu Castell, Walter Fichtel, Naomi Lawrence

Henriette Gräfin zu Castell, Mitglied des Stiftungsrats, Walter Fichtel, Direktor und Vorstandsmitglied der Kreissparkasse München, Naomi Lawrence

Marie Hesse, Wilfried Mück, Dr. med. Birgit Vyhnalek

Marie Hesse, Vorstand der Bayerischen Stiftung Hospiz, Wilfried Mück, Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege, Dr. med. Birgit Vyhnalek, Klinikum Großhadern

Marie Hesse, Antje Schöne

Marie Hesse, Vorstand der Bayerischen Stiftung Hospiz, Antje Schöne, Stellvertretender Vorstand der Bayerischen Stiftung Hospiz

Gruppenbild

Gruppenbild

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In diesem Jahr war die Bayerische Stiftung Hospiz mit einem Messestand auf der Messe 66, die vom 16. bis 18. April in München stattfand, vertreten. Unterstützt durch Hospizbegleiterinnen der Hospizvereine Dachau und Kirchheim sowie des Christophorus Hospiz Vereins München informierten Frau Neumann (Stiftungssachbearbeiterin) und Frau Hesse (Vorstandsvorsitzende) die Besucher über Ziele und Aufgaben der Bayerischen Stiftung Hospiz und die Arbeit der Hospizvereine. Viele Fragen wurden auch zum neuen Patientenverfügungsgesetz sowie zu den Themen Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung beantwortet. Wer hier Beratungsbedarf hat, sollte sich an einen Hospizverein (Adressen finden Sie unter dem Link Informationen über Hospizarbeit und Palliativmedizin) wenden. In der Regel bieten alle Hospizvereine eine kostenlose und umfassende Beratung an. Hilfreich ist auch die Broschüre "Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter" des Bayerischen Justizministeriums, die Sie hier kostenlos herunter laden können:
http://www.verwaltung.bayern.de/Broschueren-bestellen-.196-1067740.1928150/index.htm. Sehr empfehlenswert ist zudem das Buch "Patientenrechte am Ende des Lebens" (DTV Verlag) der Münchner Rechtsanwälte Beate Steldinger und Wolfgang Putz.

Den Höhepunkt der Messetage bildete die Lesung der beiden Stiftungsmentoren Ilona Grübel und Friedrich von Thun. Mehr als 300 Menschen lauschten der Lesung aus dem Buch von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder "Alte Liebe".

Auch 2011 wird die Bayerische Stiftung Hospiz vom 11. bis 13. März auf der Messe 66 vertreten sein - wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Klicken Sie auf die Bilder um sie vergrößert anzuzeigen.

Foto: Adelheid Holl

Adelheid Holl, Christophorus Hospiz Verein München e. V.

Foto: Hannelore Ostermeier

Hannelore Ostermeier, Hospizverein Kirchheim e. V.

Foto: Ulla Neumann

Ulla Neumann, Bayerische Stiftung Hospiz

Foto: Messestand

Messestand der Bayerischen Stiftung Hospiz

Foto: Dr. Andreas Frank

Dr. Andreas Frank, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Foto: Lesung mit Ilona Grübel und Friedrich von Thun

Stiftungsmentoren Ilona Grübel und Friedrich von Thun

Foto: Autogrammstunde mit Ilona Grübel und Friedrich von Thun

Autogrammstunde mit Ilona Grübel und Friedrich von Thun

Foto: Friedrich von Thun

Stiftungsmentor Friedrich von Thun

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Am 21. Januar 2010 hatte die Bayerische Stiftung Hospiz zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Trauerbegleitung ins Rathaus Rosenheim eingeladen. Viele Interessierte waren der Einladung gefolgt.

Eröffnet wurde der Abend von Dr. Andreas Frank vom Bayerischen Sozialministerium, der über die Arbeit der Bayerischen Stiftung Hospiz und das Engagement des Freistaates Bayern im Hospizbereich informierte.

"Was versteht man unter spiritueller Begleitung in der Hospiz- und Palliativversorgung?" Dieser Frage ging Pfarrer Dr. Traugott Roser vom Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin München nach.

Während einer Pause hatten die Teilnehmer Gelegenheit sich die Ausstellung "Gemeinsam Gehen" des Bayerischen Sozialministeriums anzusehen und sich bei einem Buffet zu stärken.

Im Anschluss informierte Barbara Noichl, Koordinatorin des Jakobus Hospizvereins für Stadt und Landkreis Rosenheim e.V., über die Hospizbegleitung in Rosenheim. An vielen praktischen Beispielen zeigte sie die Vielfältigkeit der Arbeit der Hospizhelfer auf.

Zum Abschluss des Abends informierte Beate Steldinger, Kanzlei Putz/Steldinger München, über das neue Patientenverfügungsgesetz und die Vorsorgevollmacht. Die eine oder andere Frage wurde nach Abschluss des Vortrags von den Teilnehmern noch gestellt und von Beate Steldinger umfassend beantwortet.

Die Bayerische Stiftung Hospiz dankt den Sponsoren der Veranstaltung Auerbräu, Fresenius und der Sparkassenfonds der Stadtsparkasse Rosenheim, initiiert durch die Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer.

Einladung zur Informationsveranstaltung der Bayerischen Stiftung Hospiz am 21.01.2010 in Rosenheim

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Eröffnung der Wanderausstellung "Gemeinsam Gehen" am 21. Oktober 2010 in Weiden

Zur Eröffnung der Wanderausstellung Gemeinsam Gehen im Foyer des Neuen Rathauses in Weiden waren zahlreiche Weidener Bürger, Ehrengäste und ehrenamtliche Hospizbegleiter und Hospizbegleiterinnen erschienen. Die Ausstellung wurde durch den Bürgermeister Höher eröffnet. Herr Höher wies in seinem Grußwort auf einen immer stärker werdenden Bedarf an ehrenamtlichen Helfern gerade auch im Hinblick auf die Veränderung der gesellschaftlichen Strukturen hin.

Frau Antje Schöne, Vorstand der Bayerischen Stiftung Hospiz stellte im Anschluss daran die Arbeit der Stiftung vor. Der offizielle Teil der Eröffnung wurde mit einem Grußwort des Leiters des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes Weiden, Herrn Heribert Stock beendet. Herr Stock gab Auskunft über die bisherigen Erfolge des Ambulanten Hospizdienstes. 42 Hospizbegleiter sind ehrenamtlich im Einsatz. Bei etwa 70 Sterbebegleitungen entfallen auf jeden Begleiter circa 2500 Stunden pro Jahr. Besonders erwähnenswert ist dabei, dass ein Hospiz- und Palliativnetzwerk Nordoberpfalz aufgebaut und weiterentwickelt werden konnte. So gelang es, für die Nordoberpfalz die Voraussetzung für eine flächendeckende Allgemeine Palliativversorgung aufzubauen. Gleichzeitig wies Herr Stock auf die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen, welche am 17.08.2010 verabschiedet und erstmals am 08.09.2010 in Berlin veröffentlicht wurde.

Herr Stock bezeichnete die Ausstellung Gemeinsam Gehen als "momentan das Beste, was es in Deutschland zu diesem Thema gibt."

Foto: Das Ehepaar Stock und Oberbürgermeister Seggewiß mit Kindergruppe im Ausstellungsraum

Um auch den jüngeren Gesellschaftsschichten einen Bezug zu diesem in vielen Familien als Tabu-Thema behandelten Bereich des Lebens zu vermitteln, hatten die Initiatoren der Ausstellung, Herr Heribert und Frau Ilse Stock, zahlreiche Schulklassen ins Neue Rathaus Weiden eingeladen. Mit Bildern, eindrucksvollen Texten und Audiostationen konnten die Schüler nachspüren, wie es ist, wenn plötzlich ein unvorhersehbares Ereignis, wie Krankheit, Unfall und Tod eines Angehörigen ins Leben einbricht.

Zur Gratulation für den 1000sten Besucher der Ausstellung kam Herr Oberbürgermeister Seggewiß und motivierte die Schüler, überall dort zu helfen, wo man helfen kann.

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"Wenn wir geboren werden, ist das ein ganz normaler Prozess, der liebevoll vorbereitet wird - wieso geht das nicht auch, wenn wir sterben?" Diese Frage stellt Helga Schadeberg vom Verein "Ein Hospiz für Coburg".

Bereits seit 2006 kämpft der Verein um die Gunst der Entscheidungsträger zur Verwirklichung des großen Ziels ein stationäres Hospiz in Coburg zu errichten. Die Grundsteine sind bereits gelegt. In der Kükenthalstraße 19 wurde ein Grundstück erworben, der Bedarf an Hospizplätzen wurde von Seiten der Ärzte, Krankenhäuser und durch die Diplomarbeit der Studentin Lissy Völkel nachgewiesen, die Zustimmungen der Bayerischen Staatsregierung und der Stadt Coburg wurden eingeholt.
Die Caritas hat sich als Träger des Hospizes bereit erklärt. "Ein Hospiz ist kein Sterbehaus, ein Hospiz ist Lebensraum" – so Richard Reich Geschäftsführer der Caritas.

Nun gilt es die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf dieses eher unpopuläre Thema zu lenken. Aus diesem Grund hat Helga Schadeberg die Wanderausstellung "Gemeinsam Gehen" nach Coburg geholt.

Pfarrer Markus Merz eröffnete am 05.Oktober 2010 im Ostchor der Moritzkirche die Ausstellung.
Während Bürgermeister Norbert Tessmer sich wünschte auch die Hospizbewegung in Coburg würde künftig "gemeinsam gehen", bekundete MdL Jürgen Heike in seinem Grußwort seine Hochachtung vor den ehrenamtlichen Helfern, die Menschen in ihrem Sterben begleiten.

Foto: Besucher bei der Betrachtung der Plakate
Foto: Bürgermeister Norbert Tessmer
Foto: Landtags-Abgeordneter Jürgen Heike

In ihrem Grußwort stellte Antje Schöne, Vorstand der Bayerischen Stiftung Hospiz, die Arbeit der Stiftung vor.
Anschließend schilderten Dr. Martin Alfrink und Michael Schadeberg was die Hospizbewegung und damit auch der Verein "Ein Hospiz für Coburg" bereits erreicht hat. Oberärztin Iris Heßelbach informierte über die im Jahre 2009 gegründete Palliativstation, deren Hauptziel es sei körperliche, wie auch seelische Leiden zu lindern. Seit der Gründung wurden 355 Patientinnen auf dieser Station versorgt. Dr. Marco Ritter gab einen kurzen Einblick in die ambulante Palliativ-Versorgung.

Zum Ende der Eröffnungsfeier erläuterten Richard Reich und Vera Romahn, Geschäftsführende der Stiftung Lebensraum den Bedarf für ein stationäres Hospiz in Coburg. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch Markus Ewald.

Nach all den Beiträgen hatten die Gäste Gelegenheit sich die Ausstellung anzusehen. Bis zum 18. Oktober 2010 standen die Mitglieder des Vereins in insgesamt 70 Gesprächsrunden zu je 90 Minuten als Ansprechpartner zur Verfügung. Das sog. Moritzer Stadtgespräch stand am 17. Oktober unter dem Thema "Würde im Sterben - Ein Gespräch zum Umgang mit dem Tod mitten im Leben".

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KARLSTADT - "Ganz nah dran am Leben"
Wanderausstellung "Gemeinsam Gehen" zeigt die Arbeit der Hospizbewegung

Der Stein des Anstoßes war für Rosemarie Mieruschewsky die Arbeit auf der Intensivstation im Krankenhaus. "Es kann nicht sein, dass Menschen so unwürdig behandelt werden. Dass Angehörige aus dem Zimmer müssen und erst wieder herein dürfen, wenn Menschen tot sind", erzählt sie von ihren damaligen Erlebnissen und Gefühlen. Sie begann, sich in der Hospizarbeit zu engagieren. 1992 zählte der Bayerische Hospizverein zwölf Mitglieder.

Heute hat allein der Hospiz-Verein Main-Spessart 430 Mitglieder, davon 52 Aktive. Was diese leisten und was hinter dem Noch-Tabuthema Sterbearbeit steckt, das ist seit dem Wochenende in der Wanderausstellung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung "Gemeinsam Gehen" in den Räumen der Sparkasse Karlstadt zu sehen.

An verschiedenen Hörstationen kommen Betroffene, Angehörige und Hospizhelferinnen und Hospizhelfer zu Wort, erzählen eindrucksvoll ihre Erlebnisse und schildern ihre Gefühle. "Wir wollen mit der Ausstellung eine Idee von unserer Arbeit vermitteln und Menschen motivieren, mitzumachen", sagte Heribert Zeller vom Hospiz-Verein Main-Spessart bei der Begrüßung anlässlich der Ausstellungseröffnung.

"Hospizarbeit ist Schwerstarbeit; man braucht eine professionelle Ausbildung. Aber es ist auch eine ganz wunderbare Erfahrung, denn man ist ganz nah dran am Leben", schilderte Zeller die Arbeit der Ehrenamtlichen. Seit 1993 gibt es den Verein im Landkreis Main-Spessart; zwischen 30 und 60 Jahre alt sind seine aktiven Mitglieder, die, wie Rosemarie Mieruschewsky, jederzeit zu einem Menschen gerufen werden können. "Wir werden vom Krankenhaus, von Angehörigen oder vom Patienten selbst angerufen", erzählt sie. Auf einem Handy ist immer jemand erreichbar, selbst bei der Ausstellungseröffnung hat es Rosemarie Mieruschewsky dabei.

Wie wichtig die Hospizarbeit auch für die Einrichtungen im Landkreis ist, betonte Landrat Thomas Schiebel. "Krankenhäuser und Altenheime kommen hautnah mit dem Thema in Berührung und wissen, dass es eine Erleichterung ist, fachlich kompetente Arbeit leisten zu können", so Schiebel.

Paul Kruck, Bürgermeister der Stadt Karlstadt, sagte, wenn es dem Ende zugehe, bräuchten Menschen andere Menschen an ihrer Seite, die sie begleiteten. Er hoffte, dass die Ausstellung den einen oder anderen dazu bewegt, hervorzutreten und mitzumachen.

So wie Rosemarie Mieruschewsky es damals getan hat und immer noch tut. Sie hat schon viele Menschen begleitet, selbst trauernden Muslimen beim Beten die Hand auf die Schulter gelegt. Was sich ihrer Meinung nach in der Hospizarbeit getan hat? Die Intensivstation von damals gibt es nicht mehr; dort lässt sich nicht nachschauen. "Die Palliativ- und Hospizarbeit ist immer noch nicht da, wo wir sie gern hätten", sagt Mieruschewsky. "Aber sie ist auf einem guten Weg."

Foto: Gruppenbild, siehe Bldunterschrift

Das Bild zeigt von links nach rechts:
Brigitte Servatius, Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Gauting,
Sabine Bohlmann, Schauspielerin und Kinder- und Jugendbuchautorin,
Dr. Andreas Frank, Bayerisches Sozialministerium.

Foto: Frau bei der Betrachtung eines Plakats

Blick ins Publikum


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Am 7. Juli 2010 wurde die Wanderausstellung "Gemeinsam Gehen" in Bayreuth, der Heimatstadt der Bayerischen Stiftung Hospiz, eröffnet. Im dort ansässigen Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) wird die Stiftung verwaltet.

Trotz des bevorstehenden WM-Fußballspiels waren zahlreiche Interessierte der Einladung gefolgt. Nach einem Grußwort des Oberbürgermeisters Dr. Michael Hohl zeigte Marie Hesse, Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Stiftung Hospiz, die Aufgabenbereiche der Bayerischen Stiftung Hospiz auf und führte in die Wanderausstellung "Gemeinsam Gehen" ein. Anschließend informierte Dr. Wolfgang Schulze, Chefarzt der Palliativstation am Klinikum Bayreuth, über die Palliativstation und seine Tätigkeit. Beeindruckend schilderte er, welche letzten Wünsche von Sterbenden, beispielsweise eine Boots- oder Schlittenfahrt, durch die vielen engagierten Betreuer der Station umgesetzt werden. Den Werdegang des Bayreuther Hospizvereins sowie die Tätigkeiten der ehrenamtlichen Hospizhelfer zeigte Angelika Fell, Koordinatorin des Hospizvereins, auf. Dr. Jochen Fähler berichtete über den Aufbau und die Tätigkeit des Albert-Schweizer-Hospizes. Bewegend erzählte die Intendantin des Festivals junger Künstler in Bayreuth, Dr. Sissy Thammer, wie sie durch den Tod eines nahen Familienangehörigen die Hospizarbeit kennengelernt hat und tatkräftig unterstützt. Im Anschluss las Regierungsvizepräsidentin Petra Platzgummer-Martin aus dem Buch der IKH Prinzessin Beatrice von Bayern "Die Tür, durch die wir alle gehen – Meine Erfahrungen in der Hospizbewegung".

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung hatten die Gäste Gelegenheit die Wanderausstellung zu besichtigen und sich bei Getränken und Häppchen zu stärken. Den musikalischen Teil des Abends gestaltete das Saxophonquartett der Musikschule Bayreuth, die mit Titeln wie "Summertime" so manch einem ein Lächeln auf die Lippen zauberten.

Die nächsten Stationen der Wanderausstellung finden Sie unter http://www.gemeinsam-gehen.de/aussteller/terminplan.html. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Pressemitteilung des StMAS zur Ausstellungseröffnung in Bayreuth

Foto: Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl

Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl

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Foto: Dr. Sissy Thammer

Dr. Sissy Thammer, Festival junger Künstler Bayreuth

Foto: Saxophonquartett der Musikschule Bayreuth

Saxophonquartett der Musikschule Bayreuth

Foto: Referenten

Referenten: Das Bild zeigt von links nach rechts: Dr. Jochen Fähler, Albert-Schweizer-Hospiz Bayreuth, Dr. Wolfgang Schulze, Klinikum Bayreuth, Dr. Sissy Thammer, Festival junger Künstler Bayreuth, Angelika Fell, Hospizverein Bayreuth, Petra Platzgummer-Martin, Regierungsvizepräsidentin, Marie Hesse, Bayerische Stiftung Hospiz.

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Zahlreiche Gautinger Bürger waren der Einladung zur Ausstellungseröffnung "Gemeinsam Gehen" ins Rathaus Gauting gefolgt. Eröffnet wurde der Abend mit einem Grußwort der ersten Bürgermeisterin der Gemeinde Gauting, Brigitte Servatius. In ihrem Grußwort betonte sie, wie gelungen diese Ausstellung sei und dass die Besucher sich vor allem für die Texte der einzelnen Module der Ausstellung Zeit nehmen sollten.

Im Anschluss stellte Dr. Andreas Frank, Referatsleiter im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, das Engagement des Ministeriums im Hospizbereich dar und berichtete über die Tätigkeit der Bayerischen Stiftung Hospiz. Begeistert lauschten die Besucher der anschließenden Lesung aus dem Buch von Beatrice Prinzessin von Bayern "Die Tür, durch die wir alle gehen – Meine Erfahrungen in der Hospizbewegung", vorgetragen von der Schauspielerin und Kinder- und Jugendbuchautorin Sabine Bohlmann. Eine Gesprächsrunde zum Thema Hospizarbeit, moderiert von der Journalistin Britta Hundesrügge, gab einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Facetten der Hospizbewegung. Teilnehmer der Gesprächsrunde waren Frau Dr. med. Elisabeth Hilber, Frau Dr. med. Carola Riedner, die beiden Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes Gauting, Yvonne Bär und Franziska Scarisbrick, die Hospizhelferin Ruth Krafft sowie Herr Pfarrer Dr. Günter Riedner.

Foto von der Ausstellungseröffnung

Das Bild zeigt von links nach rechts:
Brigitte Servatius, Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Gauting,
Sabine Bohlmann, Schauspielerin und Kinder- und Jugendbuchautorin,
Dr. Andreas Frank, Bayerisches Sozialministerium.

Blick ins Publikum

Blick ins Publikum


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Am 12. Januar 2010 wurde im Foyer des Rathauses Rosenheim die Wanderausstellung "Gemeinsam Gehen" feierlich eröffnet. Zahlreiche Rosenheimer Bürger, Hospizhelfer, Freunde des Jakobus Hospizvereins e. V. und der Bayerischen Stiftung Hospiz waren gekommen, um sich über die Hospizarbeit in Bayern und im Raum Rosenheim zu informieren.

Die Rosenheimer Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, die selbst Mitglied im Jakobus Hospizverein Rosenheim ist, eröffnete die Ausstellung mit den Worten: "Hospiz ist eine bedeutende Bewegung".

Foto: Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer

Im Anschluss stellte Marie Hesse, Vorstand der Bayerischen Stiftung Hospiz, die Arbeit der Stiftung vor. Dr. Andreas Frank vom Bayerischen Sozialministerium informierte über das Engagement des Freistaates Bayern im Hospizbereich. "Leicht ist Hospizarbeit nicht. Sie sei eine 'Sache der Einstellung'. Die innere Haltung zum Tod sei dabei entscheidend. Man muss erkennen, dass das Leben und das Sterben zusammen gehören."

Foto: Dr. Andreas Frank

Dr. Andreas Frank, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Die Arbeit des Jakobus Hospizvereins für Stadt und Landkreis Rosenheim e. V. stellte anschließend die Vorsitzende des Vereins, Reinhilde Spies, vor. Vor siebzehn Jahren fing der Verein mit 48 Mitgliedern an, heute seien es 625. Damals wusste man nicht, ob man all den Aufgaben gewachsen sei, heute sei der Verein einer der größten in Bayern und findet große Unterstützung in der Bevölkerung und in der Politik.

Die neue Palliativstation in Rosenheim, die am 8. Januar 2010 eröffnet werden konnte, stellte Dr. Michael Schnitzenbaumer vor.

Zum Schluss des offiziellen Teiles las Schauspielerin Ilona Grübel aus dem Buch "Die Tür, durch die wir alle gehen – Meine Erfahrungen in der Hospizbewegung" von Prinzessin Beatrice von Bayern das Märchen vor, das von der Liebe, dem Tod und dem Leben handelt.

Foto: Ilona Grübel

Ilona Grübel

Nach all den Beiträgen hatten die Teilnehmer Gelegenheit sich die Ausstellung anzusehen, den musikalischen Darbietungen zu lauschen und sich an einem Buffet zu stärken.

Die Bayerische Stiftung Hospiz dankt den Sponsoren der Veranstaltung Auerbräu, Fresenius und dem Sparkassenfonds der Stadtsparkasse Rosenheim, initiiert durch die Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer.

Presseberichte über die Veranstaltungen finden Sie hier.

Einladung zur Eröffnung der Ausstellung "Gemeinsam Gehen" am 12.01.2010

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Mit einem Empfang in der Münchener Residenz wurden am 18. September 2009 gleich zwei Ereignisse feierlich begangen: das 10-jährige Bestehen der Bayerischen Stiftung Hospiz und die Eröffnung der Wanderausstellung "Gemeinsam Gehen - Wege der Sterbebegleitung durch Hospizarbeit und Angehörige".

Über 200 Gäste aus ganz Bayern waren der Einladung gefolgt. Neben zahlreichen Hospizhelferinnen und Hospizhelfern konnten beispielsweise Dr. Gustava Everding, Dr. Marianne Koch, Horst und Eva Kummeth, die Schauspielerin und Mentorin der Stiftung Ilona Grübel sowie Landtagspräsident a. D. Alois Glück begrüßt werden.

Sozialministerin Christine Haderthauer, die zugleich Schirmherrin der Bayerischen Stiftung Hospiz ist, begrüßte die Gäste sehr herzlich und eröffnete die Ausstellung "Gemeinsam Gehen", die in den nächsten Jahren durch Bayern touren wird. Mit Öffnen des Vorhangs hatten auch die Gäste Gelegenheit die Ausstellung zu betrachten und an der Hörstation viele Informationen zum Thema Hospizarbeit zu gewinnen.

Anschließend wurden die Gäste zu einem festlichen Abendessen in den Kaisersaal der Residenz geführt. Dr. Marianne Koch führte als Moderatorin durch den Abend. In ihrer Festrede wies Sozialministerin Christine Haderthauer unter anderem auf die Pionier-Arbeit der Bayerischen Stiftung Hospiz und die besondere Bedeutung der Hospizarbeit hin.
Es folgte die Ansprache des Stiftungsratsvorsitzenden Dr. Thomas Binsack, der über die Entwicklung der Palliativmedizin berichtete und die herausragende Rolle des Ehrenamtes in der Hospizarbeit betonte. Welche Beweggründe haben Menschen, die sich in der Hospizarbeit engagieren? Dieser Frage ging Dr. Marianne Koch in Form von kurzen Interviews nach. Auf dem Podium hatten Dr. Gustava Everding, Ilona Grübel, Erika Brink, Vorsitzende des Hospizvereins Würmtal e. V., Alois Glück und Dr. Erich Rösch Platz genommen. Nach einer kurzen Pause mit musikalischer Untermalung endete der Abend mit einer Lesung aus dem Buch "Die Tür, durch die wir alle gehen" von IKH Beatrice Prinzessin von Bayern. Vorgetragen wurden die Texte von Ursula Binsack.

Informationen rund um die Wanderausstellung "Gemeinsam Gehen" finden Sie auf folgender Homepage:
http://www.gemeinsam-gehen.de/index.html

Foto: Wanderausstellung

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Foto: Sozialministerin Christine Haderthauer

Sozialministerin Christine Haderthauer

Foto: Dr. Binsack

Dr. Thomas Binsack

Foto: Interview

v.l.n.r.: Dr. Gustava Everding, Erika Brink,
Dr. Marianne Koch, Dr. Erich Rösch,
Ilona Grübel, Alois Glück

Foto: Christine Haderthauer und Ilona Grübel

Christine Haderthauer und Ilona Grübel

Foto: Ilona Grübel

Ilona Grübel

Foto: Dr. Rösch

Dr. Erich Rösch

Foto: Alois Glück

Alois Glück

Foto: Dr. Everding

Dr. Gustava Everding

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