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Pressemeldung

München 17.11.2008

Bayerische Stiftung Hospiz unterstützt neuen Gesetzesvorstoß zur Patientenverfügung der Abgeordnetengruppe um Wolfgang Zöller, MdB – Entwurf schafft klaren, unbürokratischen und rechtssicheren Rahmen der Patientenverfügung

Erleichtert und erfreut zeigte sich heute der Vorsitzende der Bayerischen Stiftung Hospiz Dr. Thomas Binsack über die am vergangenen Mittwoch in Berlin vorgestellte neue Gesetzesinitiative zur Patientenverfügung (sog. "Zöller-Entwurf"). Dr. Binsack: "Der Entwurf könnte endlich den von uns schon lange erhofften Durchbruch in dem langen Prozess der Diskussion um die Patientenverfügung bedeuten. Er nimmt den Patientenwillen sehr ernst und schafft gleichzeitig klare und unbürokratische Regelungen.

Für Patienten, aber auch für Ärzte und Betreuer ist dies ein ganz wichtiger Schritt. Vor allem kommt es nach dem Entwurf weder zu einer Zwangsbehandlung noch zu einer Zwangsbevormundung der Betroffenen. Natürlich ist es sinnvoll, sich vor der Abfassung einer Patientenverfügung ärztlich beraten zu lassen. Eine - natürlich bezahlte - Zwangsberatung, wie sie leider auch von der Deutschen Hospizstiftung gefordert wird, oder gar eine notarielle Beurkundung der Patientenverfügung lehnt die Bayerische Stiftung Hospiz entschieden ab. Hier sehen wir die vom Zöller Entwurf gefundene Lösung einer "Soll-Regelung" für die Schriftform als die unbürokratische und bessere Alternative an. Jeder Mensch hat das Recht auf ein würdevolles Sterben."

Mit einer Patientenverfügung können Patienten ihre Erlaubnis zu Behandlungsmaßnahmen für den Fall, dass sie zukünftig einmal nicht mehr einwilligungsfähig sein werden, im Voraus erteilen oder verweigern. Dieser im Voraus erklärte Wille des Patienten ist für Ärzte, Pflegekräfte, Betreuer und Angehörige dann verbindlich. Gleichzeitig warb Dr. Binsack dafür, Sterbenden mehr Lebensqualität bis zu letzt zu ermöglichen: "Es muss alles dafür getan werden, das vorhandene Netz aus ambulanten und stationären Hospizeinrichtungen weiter auszubauen, da die Hospizbewegung eine humane Antwort auf das Thema 'Sterbehilfe' gibt. Dabei sehe ich Palliativmedizin und Hospizbewegung stets als Einheit."

Die Bayerische Stiftung Hospiz ist aus der bayerischen Hospizbewegung heraus entstanden und setzt ihre Mittel dafür ein, die Begleitung Sterbender und die palliativmedizinische und palliativpflegerische Versorgung zu verbessern. Informationen zur Stiftung sind unter www.bayerische-stiftung-hospiz.de abrufbar.


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