Direkt zum Textbeginn
Bayerisches Staatswappen

Bayerische Stiftung Hospiz

Sie sind hier: Start >> Aktuelle Informationen >> Pressemeldungen >> 09.06.2004


bot

Spendenkonto

HypoVereinsbank
München
Konto-Nr.: 2 750 600
BLZ: 700 202 70
(IBAN: DE31700202700002750600
BIC: HYVEDEMMXXX)

Werden Sie ein Fan der Bayerischen Stiftung Hospiz auf Facebook

Die Bayerische Stiftung Hospiz bei Facebook
Bayerische Stiftung Hospiz

Pressemeldung

09. Juni 2004

Ärztliche Sterbebegleitung

ZÖLLER/LANZINGER

Klare Absage an die aktive Sterbehilfe

Zu den neuen Grundsätzen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung, erklären der Vorsitzende des Arbeitskreises Gesundheit und soziale Sicherung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Wolfgang Zöller und das Mitglied der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin", Barbara Lanzinger:

Gerade zu einem Zeitpunkt verstärkter gegenläufiger Forderungen begrüßen die Abgeordneten Wolfgang Zöller und Barbara Lanzinger ausdrücklich die klare Positionierung der Bundesärztekammer, die mit ihren neuen Grundsätzen zur ärztlichen Sterbebegleitung der aktiven Sterbehilfe eine klare Absage erteilt hat.

Gerade vor dem Hintergrund zweier Ereignisse sind die Empfehlungen der Bundesärztekammer ein positives Signal: in der Karwoche hatten SPD-Abgeordnete mit Kollegen eine Initiative zu einem Sterbehilfegesetz gestartet. Ein ähnlicher Vorstoß in der Empfehlung der rheinland-pfälzischen Bioethikkommission fordert aktuell die Straffreiheit für aktive Sterbehilfe in Ausnahmefällen.

Beide Initiativen sind ein alarmierendes Zeichen für den verfehlten gesellschaftlichen Umgang mit dem Sterben. Vor diesem Hintergrund unterstreichen die Abgeordneten umso stärker die Aussagen der Ärzteschaft: Aufgabe der Ärzte und Pfleger ist eine Sterbebegleitung, die Menschenwürde am Lebensende durch Zuwendung, Pflege und Schmerzlinderung gewährleistet. Ausdrücklich begrüßen Zöller und Lanzinger, dass die Bundesärztekammer auch für Wachkomapatienten eindeutig formuliert, dass eine lang anhaltende Bewusstlosigkeit kein Kriterium für die Einstellung der Behandlung darstellt.

Barbara Lanzinger, die auch Landesvorsitzende des Bayerischen Hospizverbandes und stellvertretende Vorsitzende der Bayerischen Stiftung Hospiz ist, dazu wörtlich:
"Zur Umsetzung der ärztlichen Richtlinien müssen alle Beteiligten in Politik, Medizin und Hospiz zusammenwirken. Nur so erreichen wir das Ziel: Lebenshilfe leisten statt Sterbehilfe geben."

Zu den Grundsätzen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung [PDF]


top

Stil wechseln:
Standard Großschrift blau-gelb Druckversion