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Bayerische Stiftung Hospiz

Pressemeldung

München, 08. April 2004

Bayerische Stiftung Hospiz entschieden gegen Sterbehilfegesetz

"Zur Bewahrung ethischer Werte einer humanen Gesellschaft gehört, dass die Tötung eines anderen Menschen verboten bleibt", so Dr. Binsack, der Vorsitzende des Stiftungsrates der Bayerischen Stiftung Hospiz. Deswegen tritt die Stiftung ganz entschieden Bestrebungen zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe entgegen wie sie mit der geplanten Gesetzesinitiative von Bundestagsabgeordneten der SPD, der Grünen und der FDP offensichtlich angestrebt wird.

Viele, insbesondere alte und chronisch kranke Menschen, fürchten sich vor einem langen Sterbeprozess, vor Schmerzen, aber auch vor Abhängigkeit und Hilflosigkeit gegenüber ärztlichen Entscheidungen und einer Hochleistungsmedizin, die den Tod als Niederlage betrachtet. Diese Ängste sind der Nährboden für den Ruf nach aktiver Sterbehilfe. "Das ist aber der falsche Weg. Es kann und darf nicht darum gehen, ein Menschenleben vorzeitig zu beenden. Allerdings ist auch eine Lebensverlängerung um jeden Preis nicht angezeigt. Wir müssen vielmehr einen natürlichen Verlauf des Lebens und Sterbens zulassen. Wertmaßstab muss immer die Menschenwürde sein", ist die Überzeugung von Dr. Binsack, einem erfahrenen Palliativmediziner und Chefarzt der Palliativstation am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in München. "Wir brauchen eine ärztliche und pflegerische Versorgung, die sich nicht nur an der physischen Behandlung orientiert, sondern den Menschen als Ganzes ins Zentrum der Betreuung rückt. Dabei darf auch die Seelsorge nicht zu kurz kommen."

Die Bayerische Stiftung Hospiz stellt sich der öffentlichen Diskussion zu diesem sensiblen Thema und veranstaltet zusammen mit dem Bayerischen Sozialministerium am 23. April 2004 im Schloss Nymphenburg eine Podiumsdiskussion zum Thema "Sterben leicht gemacht?! Sterbebegleitung – aktive Sterbehilfe – Hospizarbeit." Nähere Auskünfte dazu erhalten Sie auf der Homepage der Stiftung unter www.bayerische-stiftung-hospiz.de oder unter ursula.heger@stmas.bayern.de.

Die Bayerische Stiftung Hospiz ist aus der bayerischen Hospizbewegung heraus entstanden und setzt ihre Mittel ganz konkret dafür ein, die Begleitung Sterbender, sowie die palliativmedizinische und palliativpflegerische Versorgung zu verbessern.


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