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Bayerische Stiftung Hospiz

Pressemeldung

München, 14. Januar 2004

Pressemitteilung für 3. Ausgabe des Bundes-Hospiz-Anzeigers

Fachtagung der Bayerischen Stiftung Hospiz
"Menschenwürdig leben bis zuletzt"

Schloss Schney / Lichtenfels

Etwa 140 Ehren- und Hauptamtliche nahmen an der von der Bayerischen Stiftung Hospiz veranstalteten praxisorientierten Arbeitstagung zur Kompetenzerweiterung für Hospizvereine und ambulante Pflegedienste auf Schloss Schney teil. "Ziel der Fachtagung war die Zusammenführung von Ehrenamt und Hauptberuflichen", so Regierungsrätin Maria Weigand vom Bayerischen Sozialministerium bei der Eröffnung der Tagung.

Die Bayerische Stiftung Hospiz hat es sich zur Aufgabe gemacht, zur Verbesserung der Sterbebegleitung beizutragen. Der Wunsch vieler Menschen, in vertrauter Umgebung sterben zu können, setzt aber voraus, dass gerade dort auch eine optimale Betreuung und Pflege des schwerstkranken und sterbenden Menschen möglich ist. Neben den ehrenamtlichen Hospizhelfern, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz zu einem menschenwürdigen Leben bis zuletzt beitragen, leisten auch andere Fachbereiche, wie die ambulanten Pflegedienste im Rahmen einer umfassenden Versorgung sterbender Menschen einen unverzichtbaren Beitrag. Eine gute Kooperation zwischen allen Beteiligten trägt zur Verbesserung der Begleitung sterbender Menschen bei.

Daran hat die Bayerische Stiftung Hospiz mit ihrer praxisorientierten Arbeitstagung angeknüpft. Obwohl das ehrenamtliche Engagement das Herz der Hospizbewegung bleibt, ist für die Sterbebegleitung zu Hause eine fachübergreifende Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen unverzichtbar. Ehrenamtliche Helfer werden häufig zu Unrecht als Laienhelfer oder Laien bezeichnet. Ehrenamtliche Tätigkeit wird professioneller Tätigkeit gegenübergestellt. Die ausgebildeten ehrenamtlichen Hospizhelfer erhalten zwar keine Vergütung; sie leisten jedoch professionelle Arbeit. Ehrenamtliche Tätigkeit kann nicht nur, im Bereich der Sterbebegleitung muss sie professionell sein. Hier darf es kein Konkurrenzdenken geben, sondern ein gemeinsames Wirken hauptamtlicher und ehrenamtlicher Kräfte im Interesse der Menschen, die auf Ihre Fürsorge und Zuwendung angewiesen sind.

Ein Baustein einer professionellen Fortbildung wurde Hospizhelfern und Pflegekräften in zwei Tagen in den verschiedensten Bereichen, die für die Sicherstellung eines menschenwürdige Leben bis zuletzt notwendig sind, geboten. Neben Workshops zu Schmerztherapie, Grundlagen der Hauskrankenpflege, Allgemeine Symptomenkontrolle, Umgang mit der Patientenverfügung u. v. m. konnten die Teilnehmer auch Erfahrungen mit Supervision sammeln – in der oft auch psychisch sehr belastenden Arbeit mit Schwerstkranken und Sterbenden ist es wichtig, dass die Hospizhelfer und Pflegekräfte ihre Erlebnisse auch verarbeiten können.

Die Vorträge und einige Workshopinhalte dieser Fachtagung sind auf der Homepage der Stiftung unter www.Bayerische-Stiftung-Hospiz.de abrufbar. Vor Kurzem hat die Stiftung auf ihrer Homepage auch ein kostenloses Beratungsforum eingerichtet. Hospizhelfer, Hospizvereine, Alten- und Pflegeheime sowie alle, die sich für die Hospizidee interessieren, können sich auf dieser Plattform über Fragen rund um die Hospizarbeit austauschen oder interessante Termine veröffentlichen. Betreut wird das Forum nicht nur von der Stiftungsverwaltung, sondern auch Mitgliedern des Stiftungsrates und anderen in der Hospizarbeit erfahrenen Ansprechpartnern.

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