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Pressemeldung

München, 19. Juli 2003

Palliativmedizin
Sozialministerin Stewens fordert Strukturwandel: Nur 10 Prozent aller Menschen versterben zu Hause in der vertrauten Umgebung

55 Prozent aller Menschen in Deutschland sterben in einem Krankenhaus, weitere 30 Prozent in Alten- und Pflegeheimen und nur 10 Prozent zu Hause in der vertrauten Umgebung. Darauf hat die Schirmherrin der Bayerischen Stiftung Hospiz, Bayerns Sozialministerin Christa Stewens, heute in Günzburg bei der Vorstellung des Modellprojekts "Palliativmedizin im ländlichen Raum unter Beteiligung eines ärztlichen Palliativ-Konsiliardienstes" hingewiesen. Durch die Verlagerung des Sterbens in Kliniken und Pflegeheimen fehle es den niedergelassenen Ärzten und Pflegediensten oft an Erfahrung, um den besonderen Anforderungen schwerstkranker und sterbender Menschen gerecht werden zu können. "Die Begleitung Sterbender zu Hause im Kreise ihrer Angehörigen und die Linderung ihrer Schmerzen im Sinne des Hospizgedankens entspricht dem Wunsch der meisten Menschen, ist damit humaner und nicht zuletzt auch wirtschaftlicher", betonte Stewens und forderte einen Strukturwandel in der Betreuung und Begleitung sterbender Menschen.

Genau hier setze das neue Modellprojekt "Palliativmedizin im ländlichen Raum unter Beteiligung eines ärztlichen Palliativ-Konsiliardienstes" an. Sterbenden soll es ermöglicht werden, ihre letzte Lebensphase zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung zu verbringen. Die häusliche Betreuung und Pflege soll dabei unterstützt und den Hausärzten spezielle palliativmedizinische Erfahrung zur Verfügung gestellt werden. Die fachliche Betreuung übernimmt ehrenamtlich Prof. Dr. Wolfgang Schreml, langjähriger Chefarzt am Kreiskrankenhaus Günzburg und Experte für Palliativmedizin. Das Projekt wird von der Bayerischen Stiftung Hospiz mit jährlich rund 8 400 Euro gefördert.

Stewens zufolge ist eine humane Sterbebegleitung und die Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung ein wichtiges Anliegen der Bayerischen Staatsregierung. Der Freistaat habe daher seit 1997 rund 4,6 Millionen Euro für die Errichtung von sieben stationären Hospizen mit 56 Plätzen, 14 Palliativstationen mit 129 Betten und drei Akademien zur Fort- und Weiterbildung in Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit bereitgestellt. "Als einziges Bundesland verfügen wir darüber hinaus über eine Hospizstiftung, deren Aufgabe es ist, den Hospizgedanken zu verbreiten und die Sterbebegleitung zu verbessern. Knapp 3,6 Millionen Euro hat der Freistaat dafür zur Verfügung gestellt. Vielen der 105 Hospizvereine, die sich in den letzten 17 Jahren in Bayern gebildet haben, konnte so durch eine Anschubfinanzierung der Start erleichtert werden", freute sich die Ministerin.

Foto von der Hospizveranstaltung in Günzburg am 19.7.2003
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