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Pressemeldung

Bayerische Stiftung Hospiz erhofft sich Unterstützung durch die neue Enquete-Kommission des Bundestages "Ethik und Recht der modernen Medizin"

Viele, insbesondere alte und chronisch kranke Menschen, fürchten sich vor einem langen Sterbeprozess, vor Schmerzen, aber auch vor Abhängigkeit und Hilflosigkeit gegenüber ärztlichen Entscheidungen und einer Hochleistungsmedizin, die den Tod als Niederlage betrachtet. Diese Ängste sind der Nährboden für den Ruf nach aktiver Sterbehilfe. "Das ist aber der falsche Weg", so Dr. Binsack der stellv. Stiftungsratsvorsitzende der Bayerischen Stiftung Hospiz. "Es kann und darf nicht darum gehen, ein Menschenleben vorzeitig zu beenden. Allerdings ist auch eine Lebensverlängerung um jeden Preis nicht angezeigt. Wir müssen vielmehr einen natürlichen Verlauf des Lebens und Sterbens zulassen. Wertmaßstab muss immer die Menschenwürde sein", ist die Überzeugung von Dr. Binsack, einem erfahrenen Palliativmediziner und Chefarzt der Palliativstation am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in München.

Hier setzt er Hoffnungen auf die neue Enquete-Kommssion "Ethik und Recht der modernen Medizin", der auch die Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger angehört. Frau Lanzinger ist zugleich Mitglied des Stiftungsrats der Bayerischen Stiftung Hospiz. Dr. Binsack weiter: "Wir brauchen ein Umdenken. Der Wunsch des überwiegenden Teils der Menschen in gewohnter Umgebung, möglichst ohne Schmerzen zu sterben muss wieder mehr Beachtung finden. Wir brauchen eine ärztliche und pflegerische Versorgung, die sich nicht nur an der physischen Behandlung orientiert, sondern den Menschen als Ganzes ins Zentrum der Betreuung rückt. Dabei darf auch die Seelsorge nicht zu kurz kommen." Die Bayerische Stiftung Hospiz ist aus der bayerischen Hospizbewegung heraus entstanden und setzt ihre Mittel ganz konkret dafür ein, die Begleitung Sterbender, sowie die palliativmedizinische und palliativpflegerische Versorgung zu verbessern.


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