Direkt zum Textbeginn
Bayerisches Staatswappen

Bayerische Stiftung Hospiz

Sie sind hier: Start >> Aktuelle Informationen >> Pressemeldungen >> Sozialministerin Stewens


bot

Spendenkonto

HypoVereinsbank
München
Konto-Nr.: 2 750 600
BLZ: 700 202 70
(IBAN: DE31700202700002750600
BIC: HYVEDEMMXXX)

Werden Sie ein Fan der Bayerischen Stiftung Hospiz auf Facebook

Die Bayerische Stiftung Hospiz bei Facebook
Bayerische Stiftung Hospiz

Pressemeldung

Sozialministerin Stewens: Förderung der ambulanten Hospizarbeit durch die gesetzliche Krankenversicherung hat begonnen.

"Ich freue mich sehr, dass die von Bayern mitgetragene Bundesratsinitiative zur Förderung der ambulanten Hospizarbeit durch die gesetzliche Krankenversicherung nun erste Früchte trägt. Rückwirkend für das Jahr 2002 wurden nun erstmals bayernweit an 20 Hospizvereine 711.000 € ausgereicht" so Sozialministerin Stewens, die auch Schirmherrin der Bayerischen Stiftung Hospiz ist. Mit diesen Geldern werden Fachkräfte bezuschusst, deren Aufgabe es ist, ehrenamtliche Hospizhelferinnen und Hospizhelfer zu gewinnen, zu schulen, zu unterstützen und deren Einsatz zu koordinieren. Daneben gehört auch die palliativpflegerische Beratung zu den Aufgaben der geförderten Fachkräfte.

Ziel ist es, alle rund 100 Hospizvereine in Bayern mit einer Fachkraft zu verstärken. Diese neue Leistung wird dazu beitragen, die Qualität der ambulanten Sterbebegleitung zu verbessern und dem Ausbau der ambulanten Hospizarbeit einen spürbaren Schub zu verleihen.

Sterbenden ein menschenwürdiges Leben bis zuletzt zu ermöglichen, ist wesentliches Element einer humanen Gesellschaft und Bestandteil der bayerischen Sozialpolitik. Obwohl sich rd. 90 % aller Menschen wünschen, zuhause, im Kreis ihrer Nächsten zu sterben, sieht die Realität anders aus. Die meisten Menschen sterben in einem Krankenhaus oder in einem Alten- und Pflegeheim. Schwerstkranke und Sterbende wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend zur Behandlung (eigentlich zum Sterben) in stationäre Einrichtungen eingewiesen. "Ich bin der Meinung, dass wir einen Strukturwandel brauchen. Die Begleitung Sterbender zu Hause im Kreis ihrer Angehörigen und die Linderung ihrer Schmerzen im Sinne des Hospizgedankens sind nicht nur humaner, sondern auch wirtschaftlicher" betonte die Ministerin.

Die Stärkung der ambulanten Hospizarbeit und der palliativpflegerischen Versorgung ist darüber hinaus eine überzeugende Antwort auf die immer wieder geäußerten Forderungen nach aktiver Sterbehilfe. "Die Ängste vieler, insbesondere aber alter und chronisch kranker Menschen, die sich vor einem langen Sterbeprozess, vor Schmerzen, aber auch vor Abhängigkeit und Hilflosigkeit gegenüber ärztlichen Entscheidungen fürchten, nehme ich sehr ernst" so die Ministerin. "Ich sehe eine wichtige politische Aufgabe darin, diesen Ängsten, die das Lebensende bedrohlich verfinstern, wirksam zu begegnen. Dazu gehört der Ausbau der ambulanten Hospizarbeit ebenso wie die Verbesserung der ambulanten palliativmedizinischen und palliativpflegerischen Versorgung. Die rund 2000 Hospizhelferinnen und Helfer in Bayern tragen tagtäglich dazu bei, dass Sterbende auch die letzte Phase ihres Lebens würdevoll erleben können."


top

Stil wechseln:
Standard Großschrift blau-gelb Druckversion