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Oberpfälzischer Kurier

Millionen für Hospiz

Freistaat will den ehrenamtlichen Einsatz unterstützen

Regensburg. (pk) Sterben als Teil des Lebens akzeptieren, möglichst schmerzfrei und in Würde sterben können – seit Jahren setzt sich die Hospizbewegung dafür ein. Nun soll der enorme ehrenamtliche Einsatz ihrer zumeist weiblichen Helfer durch die Krankenkassen finanziell ab gesichert werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf sieht für nächstes Jahr dafür drei Millionen Mark vor.

Bis zum Jahr 2007 soll die Förderung von Fachkräften, die den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiter koordinieren und organisieren, sie schulen, anleiten und ihre Arbeit dokumentieren, auf über acht Millionen Mark steigen. Das teilte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens am Donnerstag in Regensburg rund 300 langjährigen Hospizhelfern mit. Für sie gab Stewens zum zehnjährigen Bestehen des Bayerischen Hospizverbandes im Schlosshof der Fürsten von Thurn und Taxis einen Empfang.

Die Ministerin, selbst Mitglied eines Hospizvereins, sprach ihren Gästen Anerkennung für eine Arbeit aus, die sie nicht selten an ihre Grenzen bringe. In der aktuellen Diskussion um aktive Sterbehilfe gebe die Hospizbewegung die richtige Antwort. Sie sei "Vorreiter für eine neue Kultur der Selbständigkeit und Eigenverantwortung". In den letzten 15 Jahren entstanden in Bayern 93 Hospizvereine mit 10 000 Mitgliedern und knapp 2000 ehrenamtlichen Helferinnen.

Damit todkranke Menschen nicht "verkabelt und einsam sterben" müssen, begleiten sie diese Helfer, stehen ihnen im Leiden und den letzten Lebensmonaten bei und auch ihren Angehörigen tröstend zur Seite. Die Hospizbewegung hat laut Christa Stewens auch dazu beigetragen, dass es in Bayern sechs Palliativstationen und fünf stationäre Hospize mit über 100 Betten gibt. Jährlich werden von den Ehrenamtlichen rund eine Viertel Million Einsatzstunden geleistet.

Vorläufiger Höhepunkt der Bewegung im Freistaat sei die Gründung der Bayerischen Stiftung Hospiz im September 1999. Das Land fördert die ambulante Hospizarbeit seit 1998 im Rahmen des "Bayerischen Netzwerks" mit etwa 150 000 Mark im Jahr. Die finanzielle Förderung der Hospiz-Rahmenbedingungen durch die Kassen ist ein Novum. Karin Stoiber, der Hospizbewegung gleichfalls verbunden und Gast der Veranstaltung, bescheinigte den Hospizhelfern ein "hohes Maß an Zuneigung, Vertrauen, Glauben, Kraft und Einsatzbereitschaft".

Foto vom Empfang

Mit Blumen sagte Sozialministerin Christa Stewens (2. v. r.) drei von 300 Hospizhelferinnen stellvertretend Dank für jahrelangen, aufopfernden ehrenamtlichen Einsatz. Karin Stoiber (links) und Christine Denzler-Labisch (rechts), Vorsitzende des Stiftungsrates der Bayerischen Stiftung Hospiz, waren Gäste des Empfangs.
Bild: Klewitz

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